Neuvilles Supporter auf Reisen

Rallye-WM: Fans des St.Vithers unterwegs

Gruppenfoto des Supporter Clubs mit Thierry Neuville und Nicolas Gilsoul im Fahrerlager der Rallye Griechenland.
Thierry Neuville und Geburtagskind Jessica Heinen.

Gruppenfoto des Supporter Clubs mit Thierry Neuville und Nicolas Gilsoul im Fahrerlager der Rallye Griechenland.

Thierry Neuville und Geburtagskind Jessica Heinen.

 

Ein Bericht von Herbert Simon (Grenz-Echo)

 

„Wenn Engel reisen, lacht der Himmel“, sagt das Sprichwort. Ob die Mitglieder des offiziellen Thierry Neuville Supporter Clubs (OTNSC), die am vergangenen Wochenende zur Rallye Akropolis gereist sind, alle „Engel“ sind, sei dahingestellt.

Aber der Himmel lachte über Griechenland, und auch ein paar Regentropfen konnten das sonnige Frühlingswetter kaum beeinträchtigen.

Clubreisen zählen zu den Hauptbestätigungsfeldern des sehr aktiven OTNSC, der rund 400 Fans des St.Vither Rallye-WM-Fahrers Thierry Neuville zählt. Angebote gibt es zu fast allen Läufen der Weltmeisterschaft, ob in Europa oder auf anderen Kontinenten.

Nach Griechenland reisten 21 Fans mit

In Griechenland waren 21 Teilnehmer mit von der Partie, allesamt aus der Eifel. Das ist schon eine stattliche Zahl. Die meisten Mitglieder - mehr als 100 - melden sich alljährlich für die Rallye Deutschland mit Start und Ziel in Trier an, und bei dieser Gelegenheit wird gar ein großes Rallyecamp aufgebaut.

Das GrenzEcho hatte jetzt die Gelegenheit, den Supporter Club zur Rallye Akropolis zu begleiten. Natürlich erfordert eine solche Reise viel Logistik-Arbeit seitens des Vorstands. Die liegt vor allem in den Händen von Elmar Schenk und Biggi Meyer: Hotelzimmer buchen in Loutraki, wo das Rallye-Zentrum angesiedelt war, Hin- und Rückflug organisieren, Allrad-Leihfahrzeuge reservieren, Infos einholen zur Streckenführung und zu den Zuschauerplätzen usw. usw. Da gibt es tausend Dinge, an die man denken muss, damit die Mitreisenden zufriedengestellt werden können. Los ging es am Freitagfrüh von Brüssel nach Athen, von dort nach Loutraki, einer 10.000 Einwohner zählenden Bade-Kleinstadt am Golf von Korinth. Falls die Möglichkeit besteht, sichert sich der OTNSC die begehrten VIP-Tickets, die zwar einiges kosten, aber dank der Bewirtung mit Speis und Trank in der Hospitality, der Durchfahrts-Parkscheine und der Zugangsmöglichkeiten zu den Serviceplätzen der Teams den Aufenthalt vor Ort angenehm gestalten.

Die Veranstalter machten keinen Hehl aus der Tatsache, dass sie aufgrund der Wirtschaftskrise in Griechenland ihre Großveranstaltung diesmal erheblich kompakter ausgerichtet hatten, um das Organisationsbudget zu verringern: Die Gesamtdauer der Rallye wurde begrenzt, ebenso wie die Anzahl Kilometer, die zu bewältigen waren. Nichtsdestoweniger bescherte das Event der Volkswirtschaft in der touristisch geprägten Region rund um Loutraki sehr willkommene Einnahmen seitens des Rallyetrosses und der zahlreichen Zuschauer.

Die 14 Wertungsprüfungen am Freitagabend, Samstag und Sonntag gingen zum großen Teil auf staubigen und harten Schotterpisten in der Bergen der Halbinsel Peleponnes über die Bühne. Dank intensiver Vorbereitung und guter Streckenkenntnisse bekam die ostbelgische Gruppe, die in insgesamt fünf Wagen unterwegs war, sehr viel von der Rallye mit. Die Fahrer und Beifahrer - mit Walkie Talkies ausgestattet - waren in Form, so dass die vorgegebenen Zuschauerpunkte wie geplant angepeilt wurden. Und die Stimmung war bestens, zumal Thierry Neuville im Ford Fiesta RS WRC bis auf Rang drei vorstieß. Alle Mitreisenden waren beseelt von dieser großen Leidenschaft für den Rallyesport. Natürlich hielten sie sich über Iphone oder SMS ständig über die Ergebnisse ihres Idols auf dem Laufenden. Genau wie Thierry Neuville waren auch die Supporter nicht im Schongang im Einsatz. Und auf den steinigen Schlaglochwegen zu den einzelnen Wertungsprüfungen wurden die Fahrzeuge ebenfalls ziemlich beansprucht. In einem Fall machte sogar die Kupplung schlapp. Doch prompt stellte der Autoverleiher einen Ersatzwagen zur Verfügung, so dass es bald weitergehen konnte.

Das Programm umfasste auch die eine oder andere Begegnung mit Thierry Neuville im Fahrerlager, wenn dieser seinen Stand beim britischen M-Sport-Team ansteuerte.

Es gab viel zu feiern bei der Rallye Akropolis

Selbstverständlich waren die Fans zur Stelle, als der St.Vither und Copilot Nicolas Gilsoul aus Aywaille am Sonntag als Drittplatzierte auf dem Siegerpodium gefeiert wurden und von FIA-Präsident Jean Todt himself die Pokale entgegennehmen durften. Den Erfolg des sympathischen Teams krönte die fröhliche Truppe mit einem gemeinsamen Abendessen und dem obligatorischen Diskothekenbesuch. Und da am Wochenende zwei Clubmitglieder - Sekretärin Biggi Meyer und Jessica Heinen, die Freundin von Thierry Neuville - Geburtstag feiern durften, war das Glück perfekt...

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